Die falsche Kalkulation - Schwarzmarkt 1 : 0 Cannabislegalisierung
I.Der Deutsche Bundestag stellt fest:
Die Repressionspolitik der großen Koalition in Bezug auf Cannabis als Genussmittel ist in Deutschland gescheitert. Nicht einmal die goldene Brücke über Modellprojekte möchte die Koalition gehen, die die FDP-Bundestagsfraktion gebaut hatte (Drs. 19/515). Schätzungen zufolge konsumieren rund vier Millionen Men-schen in Deutschland Cannabis regelmäßig als Genussmittel (Epidemiologischer Suchtsurvey, 2018). Es handelt sich bei Cannabis-Konsumenten nicht um eine Randgruppe, Cannabis ist als Droge in der Mitte der Gesellschaft angekommen.
Seit dem FDP-Vorschlag für Modellprojekte, der aus dem Januar 2018 stammt (Drs. 19/515), sind nun mehr als drei Jahre vergangen. In vielen Ländern wurde der Umgang mit Cannabis in den vergangenen Jahren liberalisiert, darunter die USA, Kanada oder Portugal. So kam auch die Auswertung der Wissenschaftlichen Dienste zu dem Schluss, dass eine repressive Drogenpolitik wenig bis keinen Einfluss auf das Konsumverhalten hat (WD 9 – 3000 – 072/19: Legalisierung von Cannabis Auswirkungen auf die Zahl der Konsumenten in ausgewählten Ländern).
Quelle:
Deutscher Bundestag 19. Wahlperiode – Drucksache 19/27807

Die Medical Pharma Resource finden den Ansatz der FDP soweit besser als den versuchten Ansatz der SPD. Nur muss vorallem die Cannabis-Verbrauchsteuer neu gestaltet werden. Die Kalkulation von 10 € je 100mg THC ist einfach immens!
 
Forderung – Punkt 4: Die FDP Cannabis-Verbrauchsteuer Kalkulation!
Abgabe von 10,-€ je 100mg reines THC – Tetrahydrocannabinol.
Beispiel für FDP: Verkauf von 1 Kg Freizeit-Cannabisblüten mit einem THC-Gehalt von 10% THC entspricht ca. 100g reines THC. Diese 100g THC in mg wandeln = 100.000 mg / 100mg = 1000 (100mg Einheiten) * 10€ = 10.000€. Die Verbrauchsteuereinahme für den Staat beträgt bei einem Verkauf von 1 Kg Freizeit-Cannabis (bei 10% THC-Gehalt) also 10.000€. Und nun kann sich jeder vorstellen, wie der Verkaufspreis aussehen müsste bzgl. der Wirtschaftlichkeit. 
 
Begründung zu Punkt 4: Die FDP Cannabis-Verbrauchsteuer Kalkulation!
Zu Punkt 4:
Eine Besteuerung von Cannabis anhand des THC-Gehalts könnte dem Staat jedes Jahr eine Milliarde Euro an Einnahmen bescheren, teilweise wird von noch höheren Schätzungen ausgegangen (Haucap, J., Kehder, Ch., Feist,M., Solwik, J. (2018). Die Kosten der Cannabis-Prohibition in Deutschland, Düsseldorf: DICEConsult). Diese Einnahmen entfielen dann für das organisierte Verbrechen. Weiter könnten aus den Einnahmen Präventionsmaßnahmen bezahlt werden.
 
Abgesehen von der immensen Steuerabgabe je 100mg THC, wieviel Freizeitcannabis verkauft werden müsste, damit der Staat eine Milliarde €uro einnehmen kann?
100** Tonnen Freitzeit-Cannabisblüten bei einem THC-Gehalt von 10% THC oder 50 Tonnen bei einem THC-Gehalt von 20%.
**Natürlich gibt es weitere Darreichungsformen, die in der Verkaufsstatistik berücksichtigt werden müssen. Nur sind Cannabisblüten momentan der Vorreiter und anhand dieses Beispiels am Besten darzustellen.
 
Was wäre aus unserer Sicht realistisch?
Cannabisverkaufssteuer: 10€ je 1g reines THC – Tetrahydrocannabinol.
 
Beispiel 1: 1 Kg Cannabis mit einem THC-Gehalt von 10% THC =  entspricht ca. 100g reines THC auf 1 Kg Cannabis. Eine Einnahme für den Staat in Höhe von 1000 € je Kilo.
 
Beispiel 2: 1 Kg Cannabis mit einem THC-Gehalt von 24,2% THC =  entspricht ca. 242g reines THC auf 1 Kg Cannabis. Eine Einnahme für den Staat in Höhe von 2420 € je Kilo.
 
Das wäre aus unserer Sicht ein realistischer Ansatz.
Wir sind sehr gespannt in welche Richtung es Gestalt annehmen wird.